Hilfe bei Kieferbeschwerden - Anwendungsbereiche der Atlastherapie Ulm / Neu-Ulm

Anwendungsbereiche der Atlastherapie

Kieferbeschwerden

Ist ein Kiefer nicht zentriert wird bei jedem Biss die Muskulatur insbesondere der Kaumuskel Masseter, er ist der stärkste Muskel und kann bis einige 100 kg Druck erzeugen, einseitig belastet und verstärkt dadurch die asymmetrische Belastung und Überbelastung auf die Muskulatur und Kieferstruktur.

Eine Kieferfehlstellung kann verschiedene Ursachen haben.

Im Falle einer Atlasfehlstellung kommt es durch Druck auf die umgebenden Nerven und Gefäße sowie insbesondere durch einen Zug auf die Rückenmarkshaut (Dura mater) zu Fehlinformationen ans Gehirn, was zu entsprechenden lokalen Symptomen, aber auch zu Beschwerden in den angrenzenden Gebieten und dem Innervationsgebiet der betroffenen Nerven führen kann.

Hierzu zählt im Falle des Kiefers neben dem Facialis- und dem Vagusnerv vor allem der Trigeminusnerv. Der Trigeminusnerv hat Ursprungskerne auf Höhe der oberen Halswirbelsäule (C1-C4), dem sogenannten Nucleus trigeminocervicalis.

Über den Druck auf die Trigeminusnervenfasern bereits in der Halswirbelsäule und auch über reflektorische Regelkreise kommt es bei einer Atlasfehlstellung zur Überaktivität der Kaumuskulatur, die vom Trigeminusnerv versorgt wird.

Folglich kommt es auch hier zu Verspannungen der Kaumuskulatur, zu Anpassungsreaktionen in Form von bindegewebigen bzw. faszialen Verdickungen dieser Muskulatur und zu Fehlstellungen des Unterkiefers, sodass Beschwerden in den Kiefergelenken begünstigt oder gar ausgelöst werden können.

Vor allem, wenn parallel eine Störung des Bisses (Okklusionsstörung) vorhanden ist, so beeinflussen sich diese Okklusionsstörung, die Kieferfehlstellung und die Atlasfehlstellung gegenseitig.

Daher ist über die Korrektur des Atlas eine Durchbrechung des Teufelskreises möglich, wenn die Ursache von der Atlasfehlstellung herrührt, und die Kieferfehlfunktionen können sich spontan verringern oder sogar komplett aufhören.

Sollte die Ursache im Kiefergelenk selbst, in der Okklusionsstörung ( Mundschließen) oder gar einer weiter entfernt liegenden Körperregion liegen, so kann die Korrektur der Atlasposition ggf. eine Entlastung bewirken und den weiteren Genesungsprozess unterstützen und beschleunigen. Dies sieht man insbesondere im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung.

Wichtig ist es in diesem Fall unbedingt mit einem Zahnarzt abzuklären, ob eine Schiene für die Zähne benötigt wird.

Durch die engen Zusammenhänge der oberen Halswirbelsäule mit den Kiefergelenken und dem Biss ist es zu empfehlen, erst nach dem Anwenden einer Atlaskorrektur eine Schiene oder eine Bisshebung zu machen. Sprechen Sie hier mit Ihrem Zahnarzt und/oder Kieferorthopäden sowie Ihrem Atlas-und Manual oder Kiefertherpeuten.

Eine Kieferfehlstellung kann verschiedene Ursachen haben.

Ist ein Kiefer nicht zentriert wird bei jedem Biss die Muskulatur insbesondere der Kaumuskel Masseter, er ist der stärkste Muskel und kann bis einige 100Kg Druck erzeugen, einseitig belastet und verstärkt dadurch die asymmetrische Belastung und Überbelastung auf die Muskulatur und Kieferstruktur.

WICHTIG!

Was zuerst? Kieferkorrektur oder Atlaskorrektur?

Wenn Sie beide Behandlungen ins Auge fassen wird empfohlen vor der Schienentherapie die Position des Atlas zu überprüfen und gegebenenfalls ausrichten zu lassen.

Die Erfahrung hat gezeigt dass in den meisten Fällen nach einer Atlaskorrektur die Kau- , Kopf- und Kiefermuskulatur entspannt und dadurch die Stellung des Unterkiefers positiv beeinflusst wird.

Dies kann eine Ausrichtung der Zahnstellung zur Folge haben und würde sich negativ auf die Passgenauigkeit ihrer Schiene auswirken.

Die Kieferkorrektur mit einer Schienentherapie sollte nach Möglichkeit mit einer Wartezeit von 6-12 Wochen ( je nach Therapieerfolg )nach der Atlaskorrektur durchgeführt werden.